Freitag, 27. Oktober 2006

Quer durch den Sueden

So meine Lieben, hier kommen sie: die lange versprochenen, heiss er sehnten Bilder, eigenhaendig und liebevoll von mir auf diesen PC geladen und zum ersten Mal der Oeffentlichkeit anvertraut(...)

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Die Reise, wie bereits kenntlich geworden sein sollte, beginnt in Mumbai, namentlich im Hotel Prosser's, das fuer shared bathrooms und ein eher rudimentaeres, wenn auch schoenes Zimmer preislich ganz schoen anzieht

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...dann natuerlich Gateway of India, direkt um die Ecke von Prosser's und, auch wenn Eva nur bedingt zustimmt, insich schon beeindruckend.

Die naechsten Bilder sind Eindruecke von einem Ausflug nach Elephanta island, der nicht nur die Schweissproduktion tangierte, sondern auch den Geldbeutel...

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Diese Damen zum Beispiel: wenn auch durchaus photogen so doch mindestens genauso dreist, eine Sache die mich an Indien immer wieder masslos aergert. die menschen sehen dich mit Kamera, postieren sich davor, jagen dich sogar, wenn du ncith willst, um anschliessend Geld zu verlangen udn dabei echt eklig zu werden, wenn du nachgegeben hast. diese hier allerdings waren mehr als verdutzt, als ich tatsaechlich Geld hervor kramte - einen Rupien, was in etwa 2Cent entspricht, also so gar nciht das ist, was sie sich erwartet hatten - und ihnen im Vorbeilaufen in die Hand drueckte.

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Weitaus angenehmer dann doch das hier: nachdem man sich in etwa die Haelfte des Berges hinauf gequaelt hatte (wie gesagt, es waren wohl ueber 40 Grad an diesem Tag), sah man nur noch gruen, Affen, und das Meer. Ein Dinosaurier, der den Kopf zwischen Zweigen haette hervor strecken koennen, haette wohl niemanden ueberrascht.

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...und schliesslich die Hoehlen, fuer die wir sage und schreibe 250 Rupees Eintritt geblecht haben. Schoen kuehl immerhin, und geheimnisvoll - etwas gestoert wurde die Atmosphaere allerdings von den Massen an indischen Touristen, die sich - wie sollte es anders sein - einmal mehr permanent mit uns fotografieren lassen wollten...

Dann ging es weiter nach Goa, 13h Zugfahrt, ich mit beginnender, heftiger Erkaeltung, die nun grade erst wieder abklingt und eine unentwegt kotzende Eva, die die ganze Fahrt ueber auf einer Pritsche neben der Stehtoilette campte (zum Glueck war diese Attacke abends wieder ueberstanden).

Im Dunkeln kamen wir ziemlich erledigt an und wussten nicht so recht, auf was wir uns da eingelassen hatten, alle Sorgen loesten sich allerdings am naechsten Tag in Wohlgefallen auf, kaum ging man ein paar Schritte, schon rauschte es verfuehrerisch und siehe da

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Anjuna beach und strahlender Sonnenschein erwarteten uns. Die naechsten Tage bestanden eiegntlich nur aus faulen Strandstunden, in denen wir wohl beide versuchten, ns etwas zu entspannen (mir faellt es noch immer schwer, vielmehr: es ist unmoeglich das Heim so recht hinter mir zu lassen und Bilder und Gedanken begleiten und verfolgen mich stetig, wodurch mir erst recht bewusst wird, wie wichtig diese Reisezeit fuer den Indienaufenthalt geworden ist und wie ausgepumpt und fertig ich wirklich war und bin).

Der taegliche Blick vom Mittagessen (zwischen 1,50 und 3 Euro pro Mahlzeit koennte man rechnen),

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der farbenfrohe und immens anstrengende Anjuna-Flea-Market, der nicht nur durch Wucherpreise schweisstreibend wirkt

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...und wunderbare Sonnenuntergaenge am Meer.

Dass Letztere noch dramatischer und bewegender aussehen koennen, erleben wir nun in Palolem, der naechsten Station unserer Reise.

Gestern also ging es mit dem Bus, wiedereinmal bei bruellender Hitze und mit vorangehendem, doch recht erheblichem Fussmarsch ( was es eben heisst, barfuss ueber Sand ein paar Kilometer weit mit einem ca 20kg schweren Rucksack zu laufen). Trotz dreimal umsteigen, laengerer Wartezeiten und Kreuzschmerzen waren wir bester Dinge, und so ging es von Anjuna nach Mapusa, weiter nach Panajii (Goas Hauptstadt), wo mir in der Warteschlange dieses Schild begegnete

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nach Margao und schliesslich nach Palolem, einem recht abgelegenen kleinen Ort im Sueden Goas. Fast schien es, als waeren wir unterwegs ins nirgendwo, so wenige Haeuser, dschungelartige Vegetation und immer weiter, immer weiter hinein in den Wald. Dann ploetzlich brach das Ganze auf und wir befanden uns in einem doch sehr touristischen Ort mit einem kilometerlangen Sandstrand, Felsen, Meer und reinste Idylle (abgesehen von den eben erwaehnten Touristen und dementsprechend massenhaft vorhandenen Restaurants und Unterkuenften). Wir bezogen eine Strandhuette, nicht komfortabel aber in Ordnung (bis auf ein gewisses, sonderbares Gefuhel, wenn man den Nachbarn atmen hoeren und die Huette schwanken spueren kann, wenn man herum laeuft oder gegen die Bastwaende stoesst).

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Im Bett liegend hoert man die Brandung, die Sonne geht in allen vorstellbaren Lila-Roas- und Rottoenen in einem recht ruhigen Meer unter und die Stimmung ist entspannt und freundlich, so dass man sich vorstellen kann, etwas zu bleiben und loszulassen. Endlich verstehen auch wir, was die beiden Australier, die wir in Mumbai trafen, meinten, als sie von Palolem sprachen und davon, dass sie nicht wieder dorthin zurueck fahren koennen, weil sie sonst Gefahr laufen wuerden, fuer immer zu bleiben....

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Donnerstag, 26. Oktober 2006

Goa die Zweite

Sind jetzt in Palolem angelangt, weisser, ewig langer Strand, massenhaft Touristen, aussenrum nicht viel und nur mit dem Bus zu erreichen. beide etwas erledigt. Morgen der x+te Versuch, an die Kamera und das Kabel zu denken (sorry fuer komische Sonderzeichen, irgendwas stimmt mit der Tastatur nicht...)

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Montag, 23. Oktober 2006

Goa

Weisser Strand, Hitze, Strandrestaurants, verbrannte europaeische Milchgesichter...
Und man liegt Limca-schluerfend am Strand herum, wirft sich in die Wellen, schwitzt literweise Wasser aus und entspannt sich langsam.
Nur eins ist beaengstigend: "Hello madam! Hashish? MDMA? Any E's?" - ich meine, dass in Idnien staendig jemand versucht, einem Gras zu verkaufen war mir ja schon aufgefalen, abr das hier ist noch ein ganz anderes Kaliber. Mehr in den naechsten tagen.

Donnerstag, 19. Oktober 2006

Passierschein 38A

Mumbai CST - Central station: Ein Alptraum wird wahr.

Du hast schon eine Dreiviertel Stunde am gateway gestanden, um auf jemanden zu warten, der nicht kam. Du hast dich getraut ein rotes Top zu tragen und bist anschliessend wieder auf unfoermige T-Shirts umgestiegen. Der Schweiss rinnt dir in Stroemen ueber den Koerper. Dir ist schwindelig. Ca 200 Maenner um dich herum beglotzen dich und nennen dich Babe, was den Klamottenwechsel erklaert. Es ist eben doch ein Land fuer Maenner, denkst du erneut.

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Du stolperst in ein Restaurant und schwitzt noch immer, unvorstellbar.
Wuesstest du es nicht besser, du wuerdest sagen, es ist noch heisser als am Vortag.

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Du steigst in den Bus und stellst fest: nichts fuer Klaustrophobie. Dein salziger Arm klebt am nassen Hemd des Nebenmanns. Du laeufst durch die Unterfuehrung zum Bahnhof und bekommst beinahe einen asthmatischen Anfall. Die Luft koennte man in dicke Scheiben schneiden. Der Bahnhof ist gigantisch und man schickt dich immer wieder an andere Schalter, in andere Richtungen, du wirst unentwegt angerempelt, Stroeme von Menschen schieben sich durch die flirrende Mittagshitze. Treppe hoch, Treppe runter,anstellen, fort laufen, ausfuellen, neuausfuellen, Treppe hoch, Treppe runter, anderes Gebaeude. Es ist wie mit dem Passierschein 38A. Endlich am Touristenschalter angekommen draengeln sich, wie ueberall, die Leute seitlich an dir vorbei. Eine Englaenderin mit perfektem Make-Up fragt dich, warum du so rot seist, im Gesicht, ob das nicht weh taete. Der Mann hinterm Schalter ist nett zu dir, unterbricht aber die Diskussion, um seine SMS zu lesen. Du bekommst dein Ticket, aber nicht das,was du wolltest. Alles ist ausgebucht, denn es ist die Zeit um Diwali.

Indien, ach Indien, ich laechle immer noch.
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Waren gestern abend im Kino, was aussah wie eine schoene Liebsschnulze (zum allerersten Mal stoerte es mich so richtig, der Sprache nicht maechtig zu sein, denn so musste man angestrengt die Handlung verfolgen und war stets verwirrt vom reich angesetzten Traenenfluss, dessen Ausloeser man nur zum Teil erahnen konnte), entpuppte sich als echtes Drama, an dessen Ende wohl ein versuchter Selbstmord stand. Genaues weiss man nicht, denn ausgerechnet das Ende haben wir nicht so recht verstanden. Trotzdem wurde - leider - auch wieder gesungen, dafuer nicht getanzt und das Vorfilm-Highlight war eine Unterbrechung nach 4 Episoden Seifenwerbung: Alles um uns herum sprang auf und man stand andaechtig, um der indischen Nationalhymne zu lauschen, die - begleitet vom ziemlich verwaschenen Bild einer auf der Kinoleinwand flackernden indischen Fahne - aus den Lautsprechern droehnte. Kino in Indien. Ein Erlebnis.

Morgen evtl Stadtrundfahrt (mehr sehen waere schoen, aber nicht bei der Hitze). Uebermorgen frueh dann weiter nach Goa ans Meer, dort hoffentlich ohne Oel- und Plastikflaschenfilm.

PS: Bin ich eigentlich allein hier? Endlich wieder DSL - also bitte melden.

Mittwoch, 18. Oktober 2006

VIPs wie du und ich

Ach, toll, wenns mal ein bisschen ruhiger ist (trotz Verkehr, Marktgeschrei etc); 3mal am Tag essen gehen - eigentlich immer noch unvorstellbar, selbst wenn man gerade dabei ist.

immer noch, viel mehr: schon wieder, werden wir un-ent-wegt fotografiert; manchmal heimlich, meistens mit wildfremden indern und oft wird dann noch die Camera rumgegeben, damit jeder mal mit "den Weissen" auf dem Bild war. Besonders gefaellt mir die Variante, bei der sich ungefragt eine Inderin zwischen uns quetscht, einem die Hand auf die Schulter, dem anderen eine Hand auf den Oberschenkel legt, und sich ablichten laesst. Es wimmelt vor Touristen, es ist mir ganz und gar unverstaendlichich, wie man so heiss darauf sein kann, ein Erinnerungsbild von einer voellig nassgeschwitzten Fremden mit knallroter Birne, ausgewaschenen und rosa verfaerbten (Evas Rock hat in der letzten, sehr vollen, Waschtrommel ordentlich sein kraeftiges Rot zur Geltung kommen lassen...) Klamotten und gequaeltem Laecheln ins Album zu kleben. Nunja.

Heute hats uns nach Elephanta island verschlagen, was weniger spektakulaer ist, als es klingt. Elephanten gibt es da keine, nur Affen, die - so entnahm ich heute der Rundmail einer Bekannten, die ebenfalls in Mumbai weilt und vor einigen Tagen eben diese Insel besuchte - deutsche Arme blutig beissen und Schmuck stehlen. Eine h Ueberfahrt, von der ich aus dreierlei Gruenden wenig mitbekommen habe: erstens war es furchtbar dunstig (Smog?), zweitens reflektierte das Wasser so stark und es war derartig hell, dass ich die Augen kaum offen halten konnte, drittens rannen mir unentwegt Sturzbaeche von Schweiss in die Augen (es muss wohl um die 40 Grad gewesen sein). ---Aber wer wird sich beschweren, wenn er weiss, dass daheim bei Oktoberkaelte verschmachtet wird.
Die Insel ansich war schoen, huegelig und gruen und vorallem : ruhig. Der zusaetzliche mystische Touch durch die Hohlen mit den aus Stein gemeisselten Goettern ist ebenfalls nicht abzustreiten, nur eben bei dieser Hitze den Berg zu erklimmen, um oben nur eine doofe Kanone aber keine rechte Aussciht vorzufinden, war kein Zuckerschlecken. Bilder kommen noch, wenn man mich laesst (und ich das Kabel nicht vergesse).

Gestern abend barg wohl das interessanteste Erlebnis soweit. Wir assen in einem kleinen Restaurant zu Abend, als sich ein langhaariger, sehr trendiger Inder neben uns niederliess, um uns als Models zu engagieren. 4 Tage a 2-3h, 1000 R (ca 20Euro) am Tag und pro Person, Flug nach Nagpur und anschliessend nach Goa, Kost und Logis inbegriffen. Der Job: in Schottenroecken Scotch ausschenken und uns dabei selbst kostenlos betrinken.

Wir zoegerten zwar, zugegeben, aber der Gedanke, nicht genau zu wissen, was uns nun da eigentlich erwarten sollte, wie kurz der Rock und welcher Art das Publikum waeren, kurzgesagt: die blanke Vernunft, hinderten uns an unserem Einstieg in eine glitzernde Bollywoodkarriere. Wer weiss, vielleicht werden wir demnaechst nicht nur fotografiert sondern auch noch fuer Filme gecastet.

Dienstag, 17. Oktober 2006

Mumbai, 32 Grad, Muedigkeitsfaktor: mittelmaessig, Laune: bestens

16h Fahrt und schon sind wir da - in Indiens Metropole, dem gigantischen Mumbai, das mir ja doch aus der Ferne -so muss ich gestehen - etwas Angst machte. Hohe Luftfeuchtigkeit nun, strahlendster Sonnenschein (Oktober? Oktober??? Hier ist immernoch Juli), ein geraeumiges Zimmer fuer zuviel Geld, Essen in Strassencafes, Strassenbazaar mit entsprechendem Geschrei und alles in allen Groessen, Formen und den glitzerndsten Farben. Zwei Strassen weiter ist das Meer und die Sonne so hell, das man es ohne Sonnenbrille kaum sehen kann (Eva pflegt Audrey Hepburnstil) - nur einige hundert Meter weiter das Gate of India, Wahrzeichen des Imperialismus. Wie gut es tut, etwas anders zu sehen, eine Pause zu haben! Einige Tage, dann weiter nach Goa.

Samstag, 14. Oktober 2006

zweifach mobil

Hab jetzt eine indische Handykarte erstanden, Nummer ist via Email herauszufinden.
Uebermorgen gehts allerdings nach Mumbai, obs mit dem Anrufen also noch klappt, ist fraglich (innerhalb Indiens roaming Gebuehren und solche Spaesse, vermutlich kein Empfang mit Bhopalkarte in anderem Bundesstaat etc pp...)

Dienstag, 10. Oktober 2006

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Nora reist

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