So meine Lieben, hier kommen sie: die lange versprochenen, heiss er sehnten Bilder, eigenhaendig und liebevoll von mir auf diesen PC geladen und zum ersten Mal der Oeffentlichkeit anvertraut(...)
Die Reise, wie bereits kenntlich geworden sein sollte, beginnt in Mumbai, namentlich im Hotel Prosser's, das fuer shared bathrooms und ein eher rudimentaeres, wenn auch schoenes Zimmer preislich ganz schoen anzieht
...dann natuerlich Gateway of India, direkt um die Ecke von Prosser's und, auch wenn Eva nur bedingt zustimmt, insich schon beeindruckend.
Die naechsten Bilder sind Eindruecke von einem Ausflug nach Elephanta island, der nicht nur die Schweissproduktion tangierte, sondern auch den Geldbeutel...
Diese Damen zum Beispiel: wenn auch durchaus photogen so doch mindestens genauso dreist, eine Sache die mich an Indien immer wieder masslos aergert. die menschen sehen dich mit Kamera, postieren sich davor, jagen dich sogar, wenn du ncith willst, um anschliessend Geld zu verlangen udn dabei echt eklig zu werden, wenn du nachgegeben hast. diese hier allerdings waren mehr als verdutzt, als ich tatsaechlich Geld hervor kramte - einen Rupien, was in etwa 2Cent entspricht, also so gar nciht das ist, was sie sich erwartet hatten - und ihnen im Vorbeilaufen in die Hand drueckte.
Weitaus angenehmer dann doch das hier: nachdem man sich in etwa die Haelfte des Berges hinauf gequaelt hatte (wie gesagt, es waren wohl ueber 40 Grad an diesem Tag), sah man nur noch gruen, Affen, und das Meer. Ein Dinosaurier, der den Kopf zwischen Zweigen haette hervor strecken koennen, haette wohl niemanden ueberrascht.
...und schliesslich die Hoehlen, fuer die wir sage und schreibe 250 Rupees Eintritt geblecht haben. Schoen kuehl immerhin, und geheimnisvoll - etwas gestoert wurde die Atmosphaere allerdings von den Massen an indischen Touristen, die sich - wie sollte es anders sein - einmal mehr permanent mit uns fotografieren lassen wollten...
Dann ging es weiter nach Goa, 13h Zugfahrt, ich mit beginnender, heftiger Erkaeltung, die nun grade erst wieder abklingt und eine unentwegt kotzende Eva, die die ganze Fahrt ueber auf einer Pritsche neben der Stehtoilette campte (zum Glueck war diese Attacke abends wieder ueberstanden).
Im Dunkeln kamen wir ziemlich erledigt an und wussten nicht so recht, auf was wir uns da eingelassen hatten, alle Sorgen loesten sich allerdings am naechsten Tag in Wohlgefallen auf, kaum ging man ein paar Schritte, schon rauschte es verfuehrerisch und siehe da
Anjuna beach und strahlender Sonnenschein erwarteten uns. Die naechsten Tage bestanden eiegntlich nur aus faulen Strandstunden, in denen wir wohl beide versuchten, ns etwas zu entspannen (mir faellt es noch immer schwer, vielmehr: es ist unmoeglich das Heim so recht hinter mir zu lassen und Bilder und Gedanken begleiten und verfolgen mich stetig, wodurch mir erst recht bewusst wird, wie wichtig diese Reisezeit fuer den Indienaufenthalt geworden ist und wie ausgepumpt und fertig ich wirklich war und bin).
Der taegliche Blick vom Mittagessen (zwischen 1,50 und 3 Euro pro Mahlzeit koennte man rechnen),
der farbenfrohe und immens anstrengende Anjuna-Flea-Market, der nicht nur durch Wucherpreise schweisstreibend wirkt
...und wunderbare Sonnenuntergaenge am Meer.
Dass Letztere noch dramatischer und bewegender aussehen koennen, erleben wir nun in Palolem, der naechsten Station unserer Reise.
Gestern also ging es mit dem Bus, wiedereinmal bei bruellender Hitze und mit vorangehendem, doch recht erheblichem Fussmarsch ( was es eben heisst, barfuss ueber Sand ein paar Kilometer weit mit einem ca 20kg schweren Rucksack zu laufen). Trotz dreimal umsteigen, laengerer Wartezeiten und Kreuzschmerzen waren wir bester Dinge, und so ging es von Anjuna nach Mapusa, weiter nach Panajii (Goas Hauptstadt), wo mir in der Warteschlange dieses Schild begegnete
nach Margao und schliesslich nach Palolem, einem recht abgelegenen kleinen Ort im Sueden Goas. Fast schien es, als waeren wir unterwegs ins nirgendwo, so wenige Haeuser, dschungelartige Vegetation und immer weiter, immer weiter hinein in den Wald. Dann ploetzlich brach das Ganze auf und wir befanden uns in einem doch sehr touristischen Ort mit einem kilometerlangen Sandstrand, Felsen, Meer und reinste Idylle (abgesehen von den eben erwaehnten Touristen und dementsprechend massenhaft vorhandenen Restaurants und Unterkuenften). Wir bezogen eine Strandhuette, nicht komfortabel aber in Ordnung (bis auf ein gewisses, sonderbares Gefuhel, wenn man den Nachbarn atmen hoeren und die Huette schwanken spueren kann, wenn man herum laeuft oder gegen die Bastwaende stoesst).
Im Bett liegend hoert man die Brandung, die Sonne geht in allen vorstellbaren Lila-Roas- und Rottoenen in einem recht ruhigen Meer unter und die Stimmung ist entspannt und freundlich, so dass man sich vorstellen kann, etwas zu bleiben und loszulassen. Endlich verstehen auch wir, was die beiden Australier, die wir in Mumbai trafen, meinten, als sie von Palolem sprachen und davon, dass sie nicht wieder dorthin zurueck fahren koennen, weil sie sonst Gefahr laufen wuerden, fuer immer zu bleiben....
